VERDORBENER BREI



Koch Daß viele Köche den Brei verderben, dürfte hinlänglich bekannt sein. Ausnahmen bestätigen leider auch in diesem Falle, wie so oft, die Regel. Ich arbeite als Koch in einer Großküche bei Heidelberg und kann nur sagen, daß wir Schlemmerkünstler ganz nach dieser Regel seit Jahren schon treu unseren täglichen Dienst verrichten.

Die Zubereitung einer schlichten Hühnersuppe erfordert beispielsweise Geduld und vor allem Übung und nochmals Übung, obwohl die Geduld mit der Übung eng einhergeht. Was wäre Übung ohne Geduld? Übung erfordert natürlich unbedingt die Akzeptanz des Faktors Zeit. Gut Ding will also Weile haben.

Warum die von uns zubereiteten Speisen grundsätzlich verdorben sind, wenn sie zu Tisch gereicht werden, ist somit in Grundzügen schon erklärt. Nur Übung macht eben den Meister. Aus dem Schaden sind wir bisher aber nicht klug geworden.



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