FEUERLAND EXPRESS



Feuerland

Von weitem schon sah man die große Lokomotive heranbrausen. Ich stand in der Bahnhofshalle. Viele Menschen waren hier versammelt. Manche trugen Einmachgläser so, wie man Hüte trägt; Andere hatten sich Plastiktüten um ihre Körper geschlungen. Man schrieb Dezember. Es war bitterkalt. Ein Bahnbeamter eilte durch die Menge und brach den Wartenden die Eiszapfen von den Nasen. Ein kleines Männlein legte winzige Äste zusammen und versuchte Feuer zu machen. Einer der Wartenden meinte: Das ist verboten junger Mann. Das Männlein schaute zu ihm hinauf, schüttelte seinen Kopf und lief davon.
Zwei Minuten später brauste die Lokomotive in die Bahnhofshalle. Eine junge Mutter, die ihr Kind durch Reiben vor dem Erfrieren zu bewahren versuchte, zählte elf Waggongs. Ihr fiel gleich ins Auge, daß diese elf Waggongs keine Fenster hatten. Sie waren schneeweiß angestrichen und auf ihnen stand in blauer Druckschrift das seltsame Wort »INTERFRIGO« geschrieben. Nachdem die beiden eingestiegen waren, mußten sie feststellen, daß es im Verhältnis zur Bahnhofshalle hier wesentlich wärmer war. Zwar hingen auch hier die Eiszapfen von der Decke, doch sollte die Fahrt ja nach Feuerland gehen, da war den Leuten das egal.



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