DIE GROTTE



Grotte


Die Motten in den Grotten sind nicht das Schlimmste
Viel schlimmer ist die Entdeckung der Grotten durch den Menschen.


Teils schwer erfunden, teils leicht gesagt.
Berichte über Höhlen faszinieren den Menschen von Kindesbeinen an.
Die Höhle ist Freiraum, unbekanntes Gebiet. Was gibt es nicht alles zu entdecken.
Tropfende Steine.
Diffuses Licht im Schein diverser Kerzen.
Weite und Tiefe.
Räumlichkeit und Bodenständigkeit.
Auf und nieder.
Liebe und Sinnlichkeit.
Gut und Böse.
Weltraumforscher und Höhlenforscher sind in der Seele tief verwandt, sogar miteinander.
Während der Eine nach den Sternen greift, schwingt der Andere den Spaten gegen den Einen.
Es ist ein Leben um die Wette. Wer verliert, hat schon gewonnen. Wer begreift, ist auf der Stelle tot.
Der Eine will hoch hinaus, der Andere tief hinab. Zentrum des Ganzen ist man allerdings selbst.
Der Glaube versetzt oft Berge!
Von Hü nach Hott.
Das kann man ja miteinand verrechnen.
Auf den Pfennig kommts jetzt auch nicht mehr an.

Die Kinder haben in der Kirche ihr Lied gesungen.
Geglaubt haben sie an Nichts.
Geglaubt haben sie alles.
Das sind die Berge, die der Glaube verätzt.

Burg Drachenfels:
Die Kinder haben an diesem Ort ihre Beichte ableisten müssen und hätten beinah gelacht, wäre da nicht dieser schwarze Mann angekommen und hätte die Kinder mit Verweis auf die Hölle zur Rede gestellt.
Solche Männer verweisen grundsätzlich auf die Hölle, weil sie das Loch in ihrem Hirn auf Kosten der Kinder zu stopfen suchen.
Mich erfüllt dieser Umstand bis zum heutigen Tage, weil ich mit meinem Loch im Kopf nicht leben kann, aber muß.
Tausende tränender Augen verließen den Ort erfundener Sünden.
Das Schweigen der Frauen und Männer ging ins Bodenlose, es war fast Grottenhaft albern, doch mußte es ernst genommen werden.
Ich glaubte, sehr schnell, zu entgleisen. Was immer ich dachte oder tat, war falsch. Es gelang mir nicht, mich dem Irrsinn unterzuordnen. Deswegen blieb ich allein.
HEILE - SELASSI!
DEM PROBST KOMMT DER DOM!
Das wirft bei Manchem wie selbstverständlich geistreiche Fragen auf, wie diese Entzweiung der Forschung es nicht besser darstellen könnte .
Nicht Heute, nicht Morgen, nicht Übermorgen. Eher Gestern, eher Vorgestern, eher noch die Tage davor.
Der Tag danach, das ist der Tag, nachdem wir suchen. Die Stunde NULL wird explosiv und von Bedeutung sein.
Was Morgen ist, das wissen wir schon, weil uns der Geist fast Spruchreif das Gestern verklebt.
Darf ich lachen?
Zuviele sitzen einfach da und schreiben Weltgeschichten.
So schwing denn den Stock. Spazieren ist schön!
Bewiesen ist damit allerdings noch nichts, wenngleich es auch endlich besiegelt sein möchte.
Schon sind wir im Theater.
Die Sonne im Kopf.
Das Rauschen der Brandung.
Die Wellen der Meere.
Der Fisch im Regal!
(wirkt sehr konstruiert)
Der Eine buddelt, der Andere schwebt, und doch sind sie sich im Grunde einig.
Höhe gleich Tiefe.
Besudelt man im Gleichschritt Beides, will die Wunde nicht recht sichtbar werden.
Es geht sich hierbei, wie oft falsch verstanden, um die Summe der Erfahrung aller.
Ich, zum Beispiel, gestern beim Frühstück in der Tankstelle.
Schwafelnde Allwisser saßen am Tisch und erklärten die Welt sehr genau.
Derweil sie genüßlich in ihren Hamburger stachen, bevor dieser verkam, wollte die Hoffnung auf Besseres um keinen Preis vergehen.
Wissenschaft, die Wissen schafft?
Was tief ist, kann wie erklärt auch hoch sein und umgekehrt.
Was schräg ist, kann immer noch gerade gedacht werden.
Dieser Zwist spaltet die Nationen.
Ja ja, das Leben ist schwer, sowieso und überhaupt.
Die Feinde, die Feinde und vor allem, die Feinde.
Wir machen uns Gedanken.
Mal gut, dass wir so stark sind, es noch zu können.
Was wirklich ist, weiß keiner, und, wer es mir sagt, ist ein Held.
Wir gehen auf.
Nur, worin?
Und, vor allen Dingen:
Lohnt sich das?

zurück | Kurzgeschichten | Schnipsel | Gedichte