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Tuut Ench Amrum war Fischer. Sein Steckenpferd war die Mystik des Abendlandes. Dessen Auf und Untergang sah er tag täglich auf der Sonnenbank, Parkstrasse 97, gleich neben der NORDSEE, das Geschäft mit dem blauen Fisch auf dem Dach. Sein Einkommen war eher bescheiden. Fische gab es wie Sand am Meer schon in Dosen genug, entgrätet, entschuppt, geschruppt oder gepökelt, zum Beispiel als Rollmops, der mit dem Holzpflock im aufgewickelten Körper in Senfsoße schwimmt. Von Pfefferkörnern soll hier nicht die Rede sein, auch nicht vom Zwiebel - Ringen. Das ist eine ganz andere Sportart. Vom Pökel zum Poker ists nur ein kleiner Schritt. Man hebe den Fuß und setze ihn vor. Amrum spielte Skat im Kanuclub 89 EV. Er hatte es sowieso mit Karten. Legen war nicht das Problem. Es waren die Regeln, die ihm zu schaffen machten, es war der König, die Dame, der Joker, der Spitzbube. Wenn jemand PICK ASS schrie, dann legte er sofort alle Picke offen, die er in der Hand hielt. Bube auf Bube, Sieben, zwei ziehen, Acht, einmal aussetzen. Im Grunde spielte er immer nur MAU MAU, weil er nichts Anderes gelernt hatte, als Fische zu fangen. Das ließ er sich allerdings partout nicht anmerken, obwohl es dennoch irgendwann auffiel. Nach dreißig Jahren flog Amrum aus dem Club, auch weil er sich, als Kassenwart, sehr viele Lorbeeren gekauft hatte. Diese Zeiten sind Gott sei dank jetzt vorbei. |