KURZSCHLUSS Wirr sind die Worte des Windes! jäh schießen sie über die Dachfirste hinweg! Duckt euch, duckt euch! Der Tod reitet mit! Was für ein Fluch, was für ein "kindischer Fluch!" Doch, sie sind unsichtbar, wie die Luft, die sie verwirbeln! Einer muß aufstehen, die Wahrheit sagen, damit wieder andere leiden! Aber, sie leiden ja nicht wirklich! Sie siechen vor scheinbarem Glück vor sich hin! War er es, oder ich, der aufstand, die Wahrheit sagte und wirklich zu leiden begann? Wir standen beide auf, sagten beide die Wahrheit, doch glaubte keiner dem anderen. Selbst wenn der eine dem anderen geglaubt hätte, hätte der andere dem einen alles genommen, weil der andere den einen zum Anderen, also zu sich selbst machen wollte. Wie sollte das nur gehen!? Die Situation erschien aussichtslos. Darüber vergeht oft ein Leben, zumindest schärft das den Intellekt. Da betrat plötzlich ein fremder Mann den Ort des Geschehens. Na klar, er war es, der uns das Leben am Stammtisch all die Jahre so unendlich schwer gemacht hatte! Wir erschlugen ihn und trugen ihn feierlich zu Grabe. Das Leben machte wieder Sinn. zurück | Kurzgeschichten | Schnipsel | Gedichte |