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Ich bin nicht dumm, sondern krank Ich stütze diese Sichtweise meines Befindens auf ein ärztliches Attest, vom Doktor eigenhändig unterschrieben. Seither habe ich den Glauben an meine Dummheit quasi verloren. Wohl fühle ich mich allerdings nur, wenn ich in seinem Sprechzimmer sitze. Wenn er mich untersucht und dann plötzlich sagt: HEBEN SIE BITTE IHREN LINKEN ARM, dann freut mich das, wie ein Kind sich nicht besser freuen könnte. Seinen ureigenen Arm, unter fachmännischer Anleitung zu heben, ist für mich Befreiung und Knechtung zugleich. Insofern Befreiung, als das ich meinen Arm nach Anweisung eines Akademikers nun endlich heben darf. Insofern Knechtung, als das er mir befiehlt, ihn heben zu müssen, obwohl ich das so eigentlich gar nicht will, laut Vorgabe, jedoch muß. Schließlich möchte man mich gesund haben. Das hat nicht nur mich krank gemacht. |