WENN ICH DES NACHTS
Ein Spaziergang

Headbang!

Artwork by ARTWORKS

Wenn ich des Nachts so mit ungebundenen Schuhen durch die Strassen der Stadt schleiche, wenn sie alle schlafen in ihren Riesentürmen der Angst, dann träumte ich ihre verdammten Träume am liebsten zuende.
Geschäftiges Treiben macht blind für die Bedürfnisse der Hilflosen, der Bettler am Straßenrand.
Wer nicht kommt, kann auch nicht gehen, wer nicht lieb ist, der kann nicht lieben, wer glaubt, das er des Teufels sei, dem stopft mans Maul, dem sagt man zitternd, was hier wichtig ist. Ich habe der Kirche einen Stein entrissen. Seither ist sie BAU STELLE.
Ich habe mir nur das genommen, was mir zusteht.
Nähmen sich alle, was ihnen zustünde, dann gäbe es keine Kirchen mehr, dann hätte ein jeder seinen Teil davon in der Tasche, dann müssten sich alle zusammenraufen und auspacken und puzzeln.
Man wirds allerdings nie wieder so hinkriegen wies war, (erwünscht war? Gelebt, gehofft und doch verloren? Du Armer!). Es entstünden Türme wie der zu Babylon, ein Wirrwar aus Schrauben, vertrockneten Kaulquappen und Dominosteinen. So Mancher würds dann aus einer gewissen Ratlosigkeit heraus vielleicht Kunst nennen, so Mancher wünscht sich die Irren halt im Hause so Mancher verwünscht, was er sieht.
Kunst ist ein schwerer Begriff, ist Kleid über die Wahrheit.



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